Musicalische Compagney > Das Ensemble > (mehr)

(mehr)



Durch die Pflege der musikhistorischen Voraussetzungen von Heinrich Schütz (vor allem seitens Giovanni Gabrielis) sowie seines Erbes (namentlich bei Johann Rosenmüller) ist ein programmatischer Rahmen abgesteckt, der in Forschung und Praxis ständig überraschend Neues zutage fördert. Aus der Repertoirewahl, aus charakteristischer Präsentation („sound“ und rhyth misch-deklamatorische Beweglichkeit) und aus der stets als „neu“ verstandenen wie vermittelten „alten“ Musik resultiert eine offensichtliche Unverwechselbarkeit des Ensembles. Die Pionierarbeit der Musicalische Compagney, durch gewissenhafte historische Quellenforschung musikantisch lebendige Präsenz zu erreichen, wurde zum Kennbegriff und führte zur Patenschaft für nahezu alle relevant einschlägigen Gruppen. Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, Auftritte bei internationalen Festivals sowie im Fernsehen und schließlich eine Reihe von Rundfunk- und Schallplattenproduktionen haben den Ruf der Musicalischen Compagney als ausgeprägtes Expertenensemble bestätigt (vgl.  Pressespiegel. Ihre unverwechselbare Charakteristik leitet sich ab aus der stets neu zu findenden Balance zwischen gewissenhafter Konsequenz den historischen Befunden gegenüber und der atmosphärisch dramatischen Dichte, deren farbliche, bewegte und expressive Facetten nur analytisch und experimentell erarbeitet und erspürt werden können. Trotz unerbittlicher Genauigkeit und historisch fachlicher Kompromisslosigkeit in Repertoire und Instrumentenwahl – mit ungewohnt charakte ristisch „originalen“ Mundstücken, Rohrblättern, Bögen und daraus entwickelten Verhaltensweisen hier wie artukulatorischer und rhythmischer Proportionierung dort – bleibt sie auch strikt bei der Verfolgung von Ausdruck und Lebendigkeit. So speist sich ihr Profil aus der lustvollen Neugierde gegenüber geschichtlichen Vorgaben und präsentiert sich bspw. in schwingend atmender oder auch dramatisch dezidierter Lebendigkeit. Daraus resultieren Hörerlebnisse, die nachweislich (vgl. Pressespiegel) auch bei vermeintlich „bekannten“ Werken z.B. von Lasso, Schütz oder Bach zu gänzlich neuen Erfahrungen führen.

Musicalische Compagney